29.11.2006 / Kölner Stadt-Anzeiger

Inhalt:
In einer mit der Stadtverwaltung abgestimmten Stellungnahme hat gestern die Vorsitzende der Burscheider Wirtschafts- und Werbegemeinschaft „Wir für Burscheid“ (WfB), Ute Hentschel, die aktuelle Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss zum Anlass genommen, die derzeitigen und künftigen Projekte - an einigen ist die Stadt mitbeteiligt - zu erläutern und in Teilen richtig zu stellen.
Laut Hentschel ist die Weihnachtsbeleuchtung der Burscheider Innenstadt „bis auf zwei Ausnahmen im selben Umfang zu bewundern wie in den vergangenen Jahren“. Sterne und Glocken So sei die mittlere Hauptstraße auf Kosten der dort ansässigen Einzelhändler mit Sternen und Glockengirlanden verziert worden. Lediglich auf die Bestückung der Bäume in der unteren Hauptstraße mit Lichterketten sowie die Eingangsgirlande an der Höhestraße wurde verzichtet. Der Grund: „Die dafür anfallenden Kosten stehen in keinem Verhältnis zur erzielten Wirkung“. Die WfB stehe hier in der Pflicht, die Vereinsgelder aller Mitglieder - auch derjenigen aus Hilgen und der Firmen aus dem Industriegebiet - verantwortungsvoll zu verwalten. Für das nächste Jahr indes plant die WfB eine professionelle Weihnachtsbeleuchtung der Innenstadt, der Hilgener Haupteinkaufsstraße sowie in Teilbereichen des Industriegebietes. Auch zum Ausfall des Weihnachtsmarkts in diesem Jahr, der von der Stadtverwaltung bereits zu Jahresbeginn angekündigt wurde, nahm die WfB Stellung. Demnach konnten die konkreten Vorbereitungen erst im Sommer erfolgen, da die neu gegründete WfB zuvor noch nicht geschäftsfähig war. Die Zeit reichte allerdings nicht aus, um einen Erfolg versprechenden Markt zu organisieren. Zudem hätten Vergleiche mit anderen Städten von der Größe Burscheids gezeigt, dass die Weihnachtsmärkte für die Kunden aus vielerlei Gründen „wenig attraktiv“ seien. Daher habe sich der WfB-Vorstand in Absprache mit der Verwaltung für einen Martinsmarkt im kommenden Jahr (am 3. und 4. November 2007) entschieden. Hentschel: „Geplant ist ein Markt, der schon vorweihnachtlichen Charakter hat, und dessen Höhepunkt ein großer Martinsumzug der Burscheider und Hilgener Kindergärten und Schulen samt großem Martinsfeuer darstellt.“ Das traditionelle Stadtfest im Sommer wird es in seiner bisherigen Form nicht mehr geben. In Kooperation mit der Stadt soll es „in professionellem Rahmen“ mit der Agentur Nolden als „Gartenmarkt“ weiter entwickelt werden. Der erste Gartenmarkt am 12. und 13. Mai 2007 trägt den Untertitel „27. Burscheider Stadtfest“. Die Veranstaltung mit verkaufsoffenem Sonntag soll die Belange der Burscheider Vereine und der Händler erfüllen.