14.12.2006 / Kölner Statdanzeiger

Inhalt:
Burscheid - Der Leverkusener Veranstaltungs- und Eventmanager Werner Nolden berät mit seiner Kollegin Janica Solbach die Wirtschafts- und Werbegemeinschaft „Wir für Burscheid“ e.V. (WfB). KÖLNER STADT-ANZEIGER: Herr Nolden. Sie haben auf der Jahreshauptversammlung 2005 der damaligen Burscheider Werbegemeinschaft die Geschäftswelt vor dem „Weg nach unten gewarnt“. Womit begründen Sie Ihre Kritik? WERNER NOLDEN: In Romberg lebend, wohne ich nur wenige Meter von Dierath entfernt und kaufe viel in Burscheid ein. Und ich bin seit vielen Jahren Mitglied in der Werbegemeinschaft und fühle mich auch emotional eng mit der Stadt verbunden. Aber nur mit Christstollen, Glücksbons und sozialen Aktivitäten lassen sich keine Kunden binden. Mit der im Frühsommer neu formierten Wirtschafts- und Werbegemeinschaft (WfB) ist jetzt eine Truppe am Werk, die bereit ist, neue Wege zu gehen. Einige von ihnen, wie etwa Gabriele Berger und Herbert Reinighaus, kenne ich seit Jahren als Verfechter eines professionelleren Marketings. Welche Projekte sind perdu und wie sieht die Zukunft aus? NOLDEN: Meine Mitarbeiterin Janica Solbach (die 25-jährige gelernte Industriekauffrau ist Burscheiderin, die Red.), die Burscheid eigenverantwortlich betreuen wird, und ich haben am 5. September unsere Pläne mit der Wirtschafts- und Werbegemeinschaft abgestimmt. Was den Weihnachtsmarkt angeht, ist Burscheid weder Schloss Burg noch Altenberg - das wäre so, als wenn der 1. FC Köln über die Teilnahme an der Champions League sprechen würde. Und ein Stadtfest im Juli kann man ebenso vergessen - da pilgern die Leute zu den Events der größeren Nachbarstädte. Wir planen mit der WfB am 12. und 13. Mai einen Gartenmarkt - im Untertitel trägt er den Namen „27. Burscheider Stadtfest“. Wer macht da mit? JANICA SOLBACH: Wir wollen ein großes Event gemeinsam mit der Wirtschafts- und Werbegemeinschaft und der Burscheider Vereinswelt - einschließlich Musik, Kindertheater, kostenlosen Samentütchen und weiteren Überraschungen. Das ganze wird mit 107 Plakaten von Leverkusen über Leichlingen bis nach Wermelskirchen beworben. Wir wollen die Bevölkerung und die Multiplikatoren von Burscheids Vorteilen überzeugen, so dass es wieder zu einer echten Kundenbindung kommt. Und was ist mit dem Weihnachtsmarkt? SOLBACH: Wir haben uns für einen Martinsmarkt entschieden. Der erste startet am 3. und 4. November 2007. Beispiele wie unter anderem in Schlebusch haben gezeigt, wie riesig die Anteilnahme ist. In Burscheid gibt es samstags einen großen Martinsumzug mit allen Burscheider und Hilgener Kindergärten samt Pferd und Reiter, Laternen, Martinsfeuer und 1 000 kostenlosen Weckmännern. Bei allen Veranstaltungen wollen wir Niveau haben - wir brauchen keine Leute mit Bierflaschen. Wo könnte es Probleme geben? NOLDEN: Die WfB hat ohne Punkt und Komma zugestimmt. Eigentlich brauchen wir nur noch gutes Wetter.