14.12.2006 / Kölner Statdanzeiger

Inhalt:
Vor allem an den Begriffen "Niveau" und "Professionalität", die der Leverkusener Veranstaltungskaufmann Werner Nolden in einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" im Zusammenhang mit der von ihm beratenen Werbe- und Wirtschaftsgemeinschaft "Wir für Burscheid" (WfB) benutzt hatte, störten sich in der Ratssitzung die Sozialdemokraten. Fraktionschef Dieter Müller bekräftigte: "Wir haben in der Vergangenheit ein gemütliches Stadtfest gefeiert." Die geplante Art der Neuausrichtung sei mit seiner Partei nicht zu machen. Zuvor schon hatte der SPD-Vorsitzende Klaus Becker in einer ironischen Stellungnahme zu Noldens Engagement geschrieben: "Der Messias kommt zu uns und beschenkt uns mit dem, was wir uns immer schon gewünscht haben: Niveau! All' die verlorenen Jahre, die die Bürger, Eltern und Kinder, Vereine und Verbände, Parteien und Verwaltung, nach bestem Gewissen niveaulos zum Wohle der Stadt und ihrer Bewohner herum mit vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit herumgewirtschaftet haben, sind nun vergessen." Ute Hentschel (Grüne), zugleich WfB-Vorsitzende, und Michael Baggeler (CDU) glätteten die Wogen mit dem Hinweis, dass Nolden und seine Mitarbeiterin Janica Solbach ihre Vorstellungen auf der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses vortragen werden. Ute Hentschel ("Wir sind Laien") bedauerte, dass die Diskussion über die Aktivitäten "in den letzten Wochen über die Zeitung geführt wurde". Sie halte es aber für falsch, "in Bausch und Bogen zu sagen, wir machen da nicht mit". Das Nolden-Team plant neben dem Gartenmarkt im November einen Martinsmarkt auf dem übrigens nur 1000 Weckmänner verteilt werden - nicht wie berichtet 10 000.