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16.05.2011 / Von Tim Gatter

Inhalt:
Zusammen mit dem Burscheider Familien- und Fühlingsfest ist am Samstag die kreisweite Umweltwoche eröffnet worden. Trotz des zeitgleichen Fernsehauftritts von Lena, genossen viele Menschen auch am Abend die Live-Darbietungen.

Auch wenn etwas schon Tradition ist, gibt es immer wieder eine Premiere der besonderen Art. Beim Start des „5. Burscheider Familien- und Frühlingsfestes“ und der gleichzeitigen Eröffnung der nun kreisweitenquot;Burscheider Umweltwoche passierte es: Beim Fassanstich am Samstagmorgen auf der Festbühne zertrümmerte Bürgermeister Stefan Caplan mit Elan den Zapfhahn. Auch Landrat Rolf Menzel und der Vorsitzende der Wirtschafts- und Werbegemeinschaft „Wir für Burscheid“ (WfB), Remi Selbach, hatten das Kölsch zuerst in den Kleidern statt in den Gläsern. Das auf Freibier wartende Publikum johlte fröhlich und spendete spöttisch Beifall. Der Eisbär war sauer Die Kühle des Tages war nach diesem Zwischenfall vergessen. Die „Zwergenbande“ des Kinderschutzbundes musste ein bisschen mit ihrem Auftritt warten. Vor allem der verkleidete Eisbär mit der Eisscholle aus Styropor war deswegen ziemlich sauer und verweigerte dem Landrat jedwede Antwort auf freundliche Fragen. Stattdessen pfriemelte er seine Eisscholle munter kaputt – so geht\’s halt leider zu in der Arktis . . . Das Thema Umwelt stand ebenso bei den mit viel Beifall bedachten Darbietungen der Kindertagesstätten der Awo und Johanniter im Vordergrund. Mit eher höflichem Applaus musste sich hingegen das viel zu lange Umweltmusical „Ab und Zu im Wald“ aus Berlin bescheiden. Das Theater samt seines völlig deplatzierten Ansagers stellte den honorierten Beitrag der Stadt dar. „Das Geld dafür hätte man besser der Wirtschaftsgemeinde gegeben“, sagte Frauke Herweg aus Odenthal unter Zustimmung der Umstehenden. Sie und die anderen vielen großen und kleinen Besucher wurden aber kurz darauf mit dem grandiosen Auftritt der Leichlinger Gymnasiastinnen entschädigt: Die Ausschnitte aus der hervorragenden Tanzshow „Gym 2010“ war einer der Höhepunkte des Festes. Choreograf Klaus Worms und seine „Schmetterlinge“ erhielten lang anhaltenden Beifall. Zuvor schon waren die Mädchen in ihren tollen Kostümen mit der 17-jährigen Lena Lukaszewicz an der Spitze über die Festmeile gezogen und hatten mit Handzetteln auf die Schau aufmerksam gemacht. Auktionen, Show und Preise Unterhaltsam und erfolgreich gingen die fünf Auktionen von „Kunst im Schaufenster“ über die Bühne. 31 Künstler hatten zum 20-jährigen Bestehen der Initiative unter der Regie von Edeltrud Stöcker ebenso viele Bilder für Versteigerung und Verkauf gestiftet. Unterhaltsam zeigte danach der Family Fitness Club sein akrobatisches Können. Dazwischen verfolgte das Publikum die Siegerehrung des Umweltpreisausschreibens und die Preisübergabe an die Gewinner des Malwettbewerbs der Buchhandlungen Hentschel und Busch zum Thema „So schön ist der Frühling in Burscheid“. Die ersten drei Gewinner waren die vierjährige Lena Graff, der sechsjährige Ricky Velez und der siebenjährige Henry Steyer.

Trotz der „Lena-Euphorie“ brauchte sich abends die Bühne nicht um Publikum zu sorgen: Sowohl die Burscheider Rockband „Youngblood“ als auch die nachfolgende Cover-Band „Wobuklax“ heizte bis in die frühe Nacht tüchtig ein. Auch das April-Wetter am Sonntag lockte wieder Besucher aus nah und fern in die Lindenstadt. Die diversen Auftritte der Musikschule Burscheid, Grundschule Dierath, drei weitere Kunstauktionen sowie die „Kleinen Strolche\“ und die „Sterne des Orients“ vom Bauchtanzstudio Diwan El Shark trotzten der Witterung. Mit der Band „Friedel & Friends“ endete am späten Sonntagnachmittag ein erfolgreiches Festwochenende in Burscheid.

2010

Inhalt:
Dem „Frühlings- und Familienfest“ in Burscheid konnten weder Wetterkapriolen noch Fußballspiele und Song Contest in Oslo etwas anhaben. Die Besucher strömten zahlreich in die Innenstadt.

Burscheid – Die Schlacht ist geschlagen, und die Werbe- und Wirtschaftsgemeinschaft „Wir für Burscheid“ (WfB) denkt schon an das fünfte „Frühlings- und Familienfest“ im nächsten Jahr. „Vielleicht haben wir dann einmal das Vergnügen, an beiden Tagen von der Sonne verwöhnt zu werden“, sagte der WfB-Vorsitzende Remi Selbach im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Denn seit der Premiere vor vier Jahren hält die Liaison mit freundlicher Witterung stets nur für einen Tag des Wochenendfestes. Trotz Regens am späten Samstagabend und den ganzen Sonntag über sei die Stimmung bei den Geschäftsleuten und den Ausstellern insgesamt positiv gewesen, so Selbach. Anscheinend hatten sich die WfB-Mitglieder die Kritik ihres Vorsitzenden auf der kürzlichen WfB-Jahreshauptversammlung zu Herzen genommen. Selbach („Es sind immer dieselben, die sich aktiv einbringen“), der wegen des häufig fehlenden Engagements mancher Geschäftsleute bei den Veranstaltungen wie Luftballonwettbewerb, Seniorenwochen oder auch bei den verkaufsoffenen Sonntagen mit der Versammlung hart ins Gericht gegangen war, konnte sich diesmal nicht beklagen: „Fast alle Geschäfte hatten am Sonntag geöffnet“. „Die Präsenz geht noch vor Umsatz“, sagte am Sonntagnachmittag Wolfgang Garlip von der Foto-Factory. So hätten sich Kunden aus Wermelskirchen, die eigentlich nur eine Kleinigkeit erwerben wollten, erstaunt über das große Angebot des Burscheider Fachhandels geäußert: „Die werden wiederkommen“. Auch Anke Breidbach vom gleichnamigen Juwelier- und Uhrengeschäft freute sich ob der großen Nachrage am gesamten Wochenende: „Das lag gewiss nicht nur an unserem Preisrätsel“. Am Stand der Orchesterschule vertrieb Peter Rinne mit seiner Band den Regen mit schmissigen Melodien – Regenschirme wippten. Zwar vermieste das teilweise stürmische Nass den Fahrgeschäften und vielen Verkaufsständen unter den rund 70 Teilnehmern am Sonntag das Geschäft. Doch selbst beim noch am Samstag skeptischen holländischen Blumenhändler Piet Ende „fluppte“ es am Sonntag – die Kunden räumten den 30-Meter-Stand fast leer. Ein besonderes Erlebnis war das Fest für die Frauen und Männer des Burscheider „LVR-Behindertenwohnheimes HPH-Netz Ost“ hinter der ehemaligen Post. Leiterin Angelika Juras während des Flanierens mit ihren Bewohnern: „Das ist hier einfach herrlich, wir fühlen uns hervorragend angenommen“. Remi Selbach, der am Samstagabend wegen des Einbruchs in das Haus seiner Familie das Fest verlassen musste, wartet mit Veranstalterin Janica Solbach nun auf die baldige Manöverkritik: „Es gibt nichts, was man nicht noch besser machen könnte.“ Fußball und Lena zusammen – das gibs gottlob nicht alle Tage“.

Inhalt:
Burscheider Frühlingsfest: Familienausflug in die Botanik

Burscheid. Es bleibt dabei: Mit einem Frühlings- und Familienfest ganz ohne Regen will es in Burscheid einfach nicht klappen. Doch diesmal waren es wohl Freudentränen über den Sieg von Lena beim Song-Contest. Und der Burscheider an sich ist ja abgehärtet. Fast schon traditionsgemäß schnappten sich am Sonntag viele Besucher den Schirm oder den Friesennerz, trotzten dem Wetter und statteten dem Fest einen Besuch ab. Noch bunter, noch abwechslungsreicher präsentierte sich die vierte Auflage. Rund 70 Stände von der Kirchenkurve bis zur Kreissparkasse lockten am Wochenende die Besucher in die Innenstadt. Ein neuer Teilnehmerrekord. „Wir sind damit jedes Jahr gewachsen“, freute sich Veranstalterin Janica Johnen nicht nur über die Beschicker, sondern auch über das Bühnenprogramm. Das wurde an beiden Tagen gut angenommen. Beim Fassanstich am Samstagnachmittag durch Bürgermeister Stefan Caplan, der sich dabei übrigens als geübter Köbes präsentierte und nur zwei Schläge benötigte, hielt sich der Andrang vor der Bühne in der oberen Hauptstraße noch in Grenzen. Im Laufe des Tages füllte sich bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen die Innenstadt. Auch am Abend war erstaunlich viel los rund um die Bühne – trotz des Länderspiels und des Song-Contests lauschten viele Burscheider dem Konzert der Band Wobuklax. „Es war sogar mehr los als im vergangenen Jahr“, hat Remi Selbach, Vorsitzender der Wirtschafts- und Werbegemeinschaft „Wir für Burscheid“ festgestellt. „Viele haben sich extra für den Abend hier verabredet.“ „Bei gutem Wetter hätten wir am Sonntag fünf bis zehn Händler mehr begrüßen können.“ Janica Johnen , Veranstalterin Am Sonntag, der normalerweise der Hauptverkaufstag für die Händler ist, war wetterbedingt nicht mehr ganz so viel los. „Diejenigen, die es hauptberuflich machen und am Sonntag 80 Prozent ihrer Gesamtumsätze erzielen, sind natürlich enttäuscht. Sie wissen aber auch, dass man das Wetter nicht beeinflussen kann“, so Johnen. Gegen 17Uhr machten sich erste Händler auf den Heimweg. Erstmals war der Niederländer Piet Ende mit seinem fast 30 Meter langen Blumenstand auf dem Frühlingsfest vertreten. Und der Händler aus Alsmeer, der für die Anfahrt vier Stunden in Kauf genommen hatte und nächstes Jahr wiederkommen will, verwandelte mit seinen exotischen Pflanzen die Kirchenkurve in ein Mini-Paradies für Blumenfreunde. Oder besser: in einen kleinen Dschungel. 30 Jahre alte Bonsai-Bäume wechselten mit noch älteren Oliven-Gewächsen und rot blühenden Lampenputzern ab. Aber auch für die Fensterbank hatte der Händler allerhand Kakteen und ähnliches mitgebracht. Auch wenn kurz nach Eröffnung des Festes die Geschäfte erst langsam ins Rollen kamen, zeigte sich Ende angetan vom Burscheider Flair: „Eine sehr schöne Stadt.“ Den Besuchern schien die Exotik zu gefallen, neugierig begutachteten sie die kreativ, aber nicht sonderlich präzise ausgeschilderten Gewächse. Tenor: Eine Abwechslung zu den normalen Blumenhändlern, mal was anderes. Zum ersten Mal verschlug es die junge Burscheiderin Alla auf das Fest. Mit einem Wassereis in der Hand schritt sie die Festmeile ab und zeigte sich angetan: „Ganz interessant und abwechslungsreich“, so ihr erster Eindruck. Verkaufsoffener Sonntag: Einzelhändler zeigten Präsenz Vor der Buchhandlung Hentschel hatten es sich am Samstagnachmittag die Brüder Robin und Kevin nett eingerichtet, und zwar beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Turnier. Musikalisch begleitet wurde das Spielturnier an den Tischen von den zwölfjährigen Realschülerinnen Jule und Celine. Sie hatten ihr Alt-Saxophon mitgebracht und spielten zur Erheiterung der Passanten ein Ständchen nach dem anderen. Vom Erlös soll bei Celine endlich ein eigenes Saxophon herausspringen. Die Einzelhändler, die im Innenstadtbereich zum Teil ihre Geschäfte am verkaufsoffenen Sonntag geöffnet hatten, erzielten zwar nicht die großen Umsätze. Vielmehr ging es darum, Präsenz zu zeigen.

Inhalt:
Vorsitzender Selbach fordert mehr Engagement der Mitglieder ein. Burscheid.

Jahreshauptversammlungen eignen sich ja prima dazu, mal richtig Dampf abzulassen. Remi Selbach, Vorsitzender der Wirtschafts- und Werbegemeinschaft „Wir für Burscheid“ (WfB), hatte sich das am Donnerstagabend auch vorgenommen. Es ging um das Engagement der Mitglieder. Oder besser: um das fehlende Engagement. Bei vielen Veranstaltungen wie dem Luftballonfest oder den Seniorenwochen, aber auch bei verkaufsoffenen Sonntagen sei es um die Mitmachbereitschaft einiger Einzelhändler nicht gut bestellt gewesen. Zu teuer, zu viel Aufwand – Selbach kennt die Ausreden nur zu gut. Nachvollziehen kann er sie nicht. Er warb deshalb für mehr Unterstützung des Vorstands.

Dazu gehöre es zum Beispiel auch, nicht den eigenen Pkw vor dem Geschäft zu parken und den Kunden damit einen Platz wegzunehmen. „Die Konkurrenz gerade durch die Leverkusener Rathaus-Galerie ist da. Deshalb müssen wir noch mehr Service für die Kunden bieten“, so Selbach. Doch auch ihm wurde im Verlauf des Abends klar, dass die anwesenden Mitglieder die falschen Adressaten waren. Schließlich sind es immer dieselben, die sich engagieren und auch bei einer Jahreshauptversammlung anwesend sind.

Mauschelei-Vorwurf bei der Glücksbon-Aktion Dass die Meinung von Vorstand und

Gefolgschaft unterschiedlich sein kann, wurde beim Thema des Abends deutlich. Es ging um die letztjährige Glücksbon-Aktion. Damals hatte ein WfB-Mitglied, früher selbst Teil des Einzelhandels, den Hauptpreis (ein Auto) gewonnen. Ein Ding der Unmöglichkeit aus Sicht des Vorstandes. „Das hat uns ziemlich viele Nerven gekostet“, berichtete Remi Selbach von Mauschelei-Vorwürfen. Zumal sich ein derartiger Fall vor rund zehn Jahren schon einmal ereignet hatte. Sogar die Abschaffung der Aktion stand im Raum. Andere sahen dies nicht so eng. Am Ende einigten sich die Mitglieder darauf, im Falle eines Hauptgewinns das Los weiterzugeben.

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